
Systemische Beraterin · Pädagogische Fachkraft (§ 7 KiTaG BW) · ADHS-Coach
Die kleine Erina war immer das stille, liebe Kind. Ich wuchs in Berlin auf – nie laut, nie frech, ganz im Gegenteil. Ich wollte immer gefallen, wollte niemals Ärger oder Streit. Ich war unglaublich sensibel. Kein klassisches ADHS-Kind, das laut, chaotisch und zappelnd auffällt.
Und dennoch: Schon als Kind bekam ich eine Diagnose – in einer Zeit, in der kaum jemand wusste, was damit anzufangen war. Das Leben zog einfach weiter, ohne dass sich wirklich etwas änderte.
Die Probleme wuchsen still. Meine Vergesslichkeit überschattete einen großen Teil meines Lebens. Alles, was ich lernte, schien sich in Luft aufzulösen – und so erlebte ich eine unglaublich schwere Schulzeit. Zuordnen konnte ich das damals nicht. Ich merkte nur: Ich bin anders. Zu sensibel. Ich kann mir nichts merken. Die Schule bekomme ich einfach nicht auf die Reihe.
In der Pubertät brach ich – voller Resignation – die Schule ab. Ein Kapitel, das mich bis heute begleitet und das mich gelehrt hat, wie schwer es ist, wenn niemand versteht, was wirklich in einem vorgeht.
Lange lebte ich so weiter. Bis ich irgendwann an einen Punkt kam, an dem ich mir sagte: Ich will mich nicht weiter schämen. Ich will stolz auf mich sein. Ich wollte meine Abschlüsse und Ausbildungen nachholen – für mich und für meine Kinder. Auch sie sollen eines Tages stolz auf mich sein.
Und dann begann ich. Voller Motivation holte ich Abschlüsse nach, absolvierte Ausbildungen, belegte Weiterbildungen. Und ich schaffte es – weil ich Methoden entdeckte, die mein Leben wirklich einfacher machten.
Veränderung ist möglich – auch bei euch.
Mein Weg in die Arbeit mit Kindern, Familien und Menschen mit ADHS begann nicht im Klassenzimmer — er begann im Alltag. Als selbständige Tagesmutter entdeckte ich früh, wie viel ich in der Freiheit der eigenständigen pädagogischen Arbeit lernen konnte. Viele schöne Jahre verbrachte ich Seite an Seite mit einer wunderbaren Sozialpädagogin — und was ich in dieser Zeit mitgenommen habe, prägt mich bis heute.
Ich lernte, wie man ein kleines Unternehmen führt, wie man mit Menschen umgeht — sowohl mit Kindern als auch mit Eltern und Kolleginnen — wie man Strukturen schafft, die im Alltag wirklich funktionieren, und wie unterschiedlich pädagogische Ansätze sein können. Vor allem lernte ich: Probleme betreffen selten nur eine Person. Sie betreffen immer das ganze System.
Anerkannte pädagogische Fachkraft nach § 7 KiTaG BW
Zertifizierte Ausbildung zum ADHS Coach (Zertifikat-Nr. 36-16156), akkreditiert durch IPHM, NCCAP und icahp. Spezialisiertes Wissen über ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen — von der Diagnose bis zum Coaching-Alltag.
Aktuell absolviere ich eine IHK-zertifizierte Ausbildung in systemischer Coaching- und Beratungsarbeit. Der systemische Ansatz ermöglicht es mir, nicht nur die einzelne Person, sondern das gesamte Umfeld — Familie, Schule, Arbeit — in den Blick zu nehmen.
All diese Erfahrungen und Ausbildungen verbinde ich in meiner Arbeit miteinander. Ich weiß, wie man Gespräche führt, die wirklich etwas verändern. Ich weiß, wie man Familien begleitet, ohne zu urteilen. Und ich weiß, dass es meistens nicht eine Lösung gibt — sondern den gemeinsamen Weg, der passt.
ADHS ist komplex. Aber mit dem richtigen Blick, den richtigen Werkzeugen und echter Zugewandtheit lässt sich so viel verändern. Das glaube ich. Und dafür stehe ich.